![]() Sozialraum Olbernhau
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Jugendarbeit gerüstet für neuen Kreis
Amtsleiter Klaus Fenzel: Struktur der Sozialräume hat sich bewährt - Vereine
und Einrichtungen vernetzen ihre Angebote Marienberg. Gut aufgestellt sieht Jugendamtsleiter Klaus Fenzel die Jugendarbeit im Mittleren Erzgebirgskreis zum Start im neuen Kreis Erzgebirge. Die vor zwei Jahren begonnene Neustrukturierung in Sozialräume habe sich bewährt. Er könne den "Feldversuch" guten Gewissens dem neuen Landkreis empfehlen, resümiert er. "Wir haben einen guten Stand erreicht", sagt er. Die drei Sozialräume waren 2006 gebildet worden. Damit sollte den drohenden finanziellen Einschnitten bei der Jugendarbeit begegnet werden. Vordergründiges Ziel: Vorhandene Ressourcen - sowohl personeller als auch materieller Art - möglichst effektiv nutzen, die Angebote der elf Träger der freien Jugendarbeit im Kreis vernetzen. Dort sei "eine deutliche Entwicklung" zu verzeichnen, bilanziert Fenzel. Das bestätigt Matthias Raschke, Leiter des Jugendklubs High Point in Zschopau. Die Stadt und ihre Umgebung bilden Sozialraum eins. Dort kümmern sich fünf Vereine um die Kinder und Jugendlichen. Dazu gehört zum Beispiel die Betreuung der Jugendklubs und Freizeittreffs, die Gestaltung von Ferienangeboten, die Beteiligung an Festen in der Region sowie die Organisation von eigenen Veranstaltungen. Als Beispiel führt Raschke das Sommercamp in Scharfenstein an, das dieses Jahr für August geplant ist. Neu sei die Arbeit mit Familien, zum Beispiel in Form der Elternakademie. Dort gehe es unter anderem um Themen wie die Berufswahl. Vier Träger der freien Jugendarbeit kooperieren im Sozialraum zwei, der die Stadt Marienberg und deren Umgebung umfasst. Neben dem Jugendzentrum Meyerfabrik existieren in den sieben Städten und Gemeindeverbänden 19 Jugendklubs und zehn Kindertreffs. Einen wichtigen Schwerpunkt bildet - wie in den beiden anderen Sozialräumen - die Sozialarbeit in den Schulen. Insgesamt vier gehören zum Sozialraum: die Mittelschulen in Marienberg, Großrückerswalde und Lengefeld sowie die Lernförderschule in Marienberg, erläutert Sozialarbeiter Ehrenfried Lorenz von der Diakonie. Die Besonderheit: Durch die Integration des Institutes für Gesundheit und Bildung, das sich in der Alten Flugschule in Großrückerswalde um ehemalige Drogenabhängige kümmert, kann verstärkt Präventionsarbeit auf diesem Gebiet geleistet werden. Um Olbernhau konzentriert sich der kleinste Sozialraum. Dort gibt es unter anderem ein Familienbildungsprojekt, an dem sich sechs Familien beteiligen. Sozialarbeiter Kay Steinbacher-Lodl wünscht sich, dass dies eine dauerhafte Einrichtung wird. Gebe es doch zahlreiche Probleme, deren Ursachen in den Familien begründet liegen. Im Bereich der Straßensozialarbeit ist ein Fußballprojekt entstanden, bei dem sich wöchentlich etwa 15 Jugendliche treffen.
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