![]() Sozialraum Olbernhau
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Neue Ära in der Jugendarbeit beginntNach Umstrukturierung startet zum 1. März die Arbeit in den drei Sozialräumen – Enger Finanzrahmen bleibt
Die Jugendarbeit im Landkreis ist neu strukturiert. Aufgeteilt in drei Sozialräume mit den
Zentren Marienberg, Zschopau und Olbernhau, beginnen die Träger, ihre Konzepte mit
Leben zu erfüllen. Dabei setzt man auf Bewährtes, will den Kindern und Jugendlichen
gleichzeitig auch Neues bieten. Ein Problem hat die neue Struktur aber nicht verändert: den
engen Finanzrahmen.
Olbernhau. „Unser Wirkungskreis soll künftig den Bereich der Städte und Gemeinden Olbernhau, Zöblitz, Pfaffroda und Seiffen umfassen“, sagt Kay Steinbacher-Lodl. Angestellt beim Sozialwerk des Demokratischen Frauenbundes (DFB) in Marienberg, ist er der Koordinator für den Sozialraum III (Olbernhau). Nachdem sich der Verein Regionale Jugendarbeit zurückgezogen hat, engagiert sich neben dem DFB nur noch eine freiberufliche Familientherapeutin für die Jugendarbeit in der Olbernhauer Region. Diese beiden übriggebliebenen Partner treten nach außen hin als das Netzwerk Saluto auf. Dieses Netzwerk will mit bis zu vier Sozialpädagogen in seinem Territorium arbeiten. Diese sollen laut Steinbacher-Lodl im Begegnungszentrum Zöblitz, in Pfaffroda, in Olbernhau sowie eventuell im Freizeittreff Seiffen tätig sein. Die Entscheidung in Sachen Spielzeugdorf sei noch nicht endgültig gefallen. Obwohl Bürgermeister Wolfgang Schreiter bei einem ersten Gespräch mit Saluto am vergangenen Donnerstag Interesse signalisiert habe, stehe noch das Problem der Finanzierung. Jede Kommune muss für die Jugendarbeit einen gewissen Eigenanteil leisten – auch Seiffen. Bewährtes fortführen Inhaltlich will Saluto das Rad nicht neu erfinden. „Natürlich werden wir Bewährtes fortführen, wie etwa die sehr gute Arbeit mit den Kindern und Jugendlichen in Zöblitz“, sagt der Streetworker. In Olbernhau etwa will er den wöchentlichen Fußballnachmittag in der neuen Turnhalle für alle interessierten Jugendlichen beibehalten. „Dazu treffen sich immer zwischen 15 und 20 Jugendliche, die für eine gewisse Zeit einer sinnvollen Freizeitbeschäftigung nachgehen“, sagt Steinbacher-Lodl. Eine neue Sache, der sich das Netzwerk annehmen möchte, heißt Schulsozialarbeit. „Wir wollen dazu regelmäßig eine noch nicht genau definierte Stundenzahl zum Beispiel in der Förderschule sowie in der Mittelschule Olbernhau präsent sein, dort mit den Schülern in Kontakt treten, ihre Wünsche, Sorgen und Nöte in Erfahrung bringen und versuchen, ihnen Hilfe in verschiedenen Dingen zu geben“, betont der Streetworker. Nach ersten Gesprächen mit den Schulleitern habe dieses Vorhaben offene Ohren gefunden. Als nächstes müsse man konkrete Termine fixieren. Bei all diesen Maßnahmen will das Netzwerk weg von den bisher starren internen Strukturen, wo jeder in seiner Gemeinde nur seins gemacht hat. „Wir möchten keine Einzelkämpfer mehr sein. Über Rotationsprojekte beispielsweise soll erreicht werden, dass der Sozialpädagoge etwa aus Pfaffroda auch einmal nach Zöblitz oder Seiffen geht“, so Steinbacher-Lodl. Als Beispiel führt er ein Bewerbertraining an. Das könnte einer der vier Sozialpädagogen vorbereiten und anschließend in allen Einrichtungen des Netzwerkes präsentieren. Jugend muss wollen
Bei all diesen Vorhaben dürfe man aber eines nie aus den Augen verlieren – die Kinder und
Jugendlichen. „Sie müssen von unseren Ideen angesprochen werden und mitmachen –
freiwillig. Als Sozialarbeiter kann man keinen Druck ausüben. Man darf auch nicht als
Lehrer auftreten, der nur Anweisungen gibt. Die Jugendlichen müssen einen akzeptieren,
damit man den berühmten Draht zu ihnen findet“, sagt Steinbacher-Lodl. Starten soll die
Arbeit in den Sozialräumen offiziell zum 1. März.
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